Darf ich vorstellen:

Heinrich Gertrud
Brigitte
Renate

Gertrud & Heinrich

Brigitte

Renate

2002 - 2011

2002 - 2011

2004 - 2006

Nach einer Mega-Nacktschnecken-Plage im Jahre 2002 entschloss ich mich, meinen schon einige Jahre zuvor gehegten Plan in die Tat umzusetzen und meinen Garten mit indischen Laufenten zur biologischen Schneckenbekämpfung zu bereichern. Nachdem alle Vorbereitungen erledigt waren - die Tiere brauchten schließlich einen Stall und einen Teich - zog das erste Laufentenpaar, Helmut und Inge, im Juni 2003 bei mir ein. Im Spätsommer 2003 kam die schwarze Gertrud, im April 2004 ihre Schwester Brigitte dazu und erweiterten Helmuts Harem. Inge ist leider am 01.04.2004 an Aspergillose gestorben, Helmut musste wegen akuter Garstigkeit gegenüber den Neuzugängen Heinrich und Renate im August 2004 nach Kleinmachnow bei Berlin umziehen. Vorher zeugte er jedoch mit Gertrud 12 Küken, die die Mama in einer Bilderbuch-Brut versorgte.

Wie der Kenner unschwer feststellt, habe ich zu oft den Film “Pappa ante Portas”von Loriot gesehen, denn die Namen meiner Enten sind den Hauptcharakteren entlehnt: Heinrich & Renate Lohse, Gertud & Brigitte Miehlke ...

 

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Heinrich, der Macho, stammt aus dem Farbschlag silber-wildfarben. Die Stockente  kommt hier sehr deutlich durch, obwohl seine Eltern doch wie Laufenten aussehen. Vielleicht hatte Mama ja zwischendurch Besuch... Mir egal!

Getrud ist die erfahrenste, Renate die cleverste und Brigitte die  zutraulichste (wenn auch nicht die hellste) Ente meines Bestandes.  Leider ist Renate im August 2006 gestorben. Inzwischen gehört auch  Verona, eine Tochter von Gertrud und Heinrich aus 2007, zur Gruppe.

Die Haltung von Laufenten ist übrigens seit der Geflügelgrippe-Welle in  Asien meldepflichtig. Das war aber beim hiesigen Veterinäramt  unspektakulär. Man hat es dort einfach zur Kenntnis genommen.

in memoriam Renate

Ein Opfer der Vogelgrippe-Hysterie

Durch die staatlich verordnete Stallpflicht im Winter 2005/2006 hatte Renate einen gewissen Schaden erlitten. Ihre Hormonproduktion kam im Frühjahr nicht in Gang, sie wollte partout keine Eier legen und entwickelte zweitweise sogar eine Erpellocke. Meine TÄ erklärte mir, dass Enten nur je einen Eierstock bzw. Hoden haben. Anstelle des zweiten liegt dort rudimentäres Gewebe des jeweils anderen Geschlechts, also Hodengewebe beim Weibchen. Stört etwas die Entwicklung, passiert es manchmal, dass dieses rudimentäre Gewebe “wach” wird. Da Heinrich das natürlich gar nicht passte, das sich Renate nun so männlich verhielt, jagte er sie permanent durch den Garten, um sie zu begatten, was sie natürlich gar nicht lustig fand und quasi dauerhaft auf der Flucht war.  Nachdem sich die Sache, wir schrieben bereits Sommer 2006, überhaupt nicht geben wollte, fuhr ich mit Renate zu einer lieben Kollegin, um ihr auf deren Bauernhof unter lieben alten Flugenten eine Verschnaufpause zu gönnen. Dort passierte nun das, was einem Leisungssportler passiert, wenn er nicht abtrainiert. Durch den Dauerstress mit Heinrich war ihr Herzbeutel bereits stark vergrößert, die plötzliche Ruhe war ihr Tod.

in memoriam Brigitte & Heinrich

Heinrich, der alte Stinkstiefel, wie wir ihn immer nannten, lag eines Tages vormittags Ende April 2011 tot in der Flachwasserzone des Teiches. Offensichtlich starb er eines natürlichen Todes beim Baden und Putzen. So ein Erpel hat natürlich mit dem Aufpassen auf die und Begatten der Enten eine Menge mehr Stress als eine Ente.

Brigitte fiel etwa 3 Wochen danach einem Angriff zum Opfer. Nachdem hier 9 Jahre sommers wie winters nichts in dieser Richtung passiert war, hat es dann ausgerechnet meine Lieblingsente erwischt. Der Angreifer konnte nicht identifiziert werden. Lediglich eine kleine klaffende Wunde am Hals war sichtbar. Sie bekam ein Denkmal auf ihrem Grab, eine Laufi-Skulptur, geschaffen von Jule aus einem Ytong-Block.

Nun blieben also Gertrud und Verona, eine Tochter Gertuds und Heinrichs, allein zurück. Sie leben heute im Haustierpark Liebenthal, da wir aus diversen, u.a. gesundheitlichen, Gründen keine neuen Enten mehr anschaffen wollten.

Dennoch stehe ich den geneigten Leserinnen und Lesern mit meinen Erfahrungen jederzeit zur Verfügung.

Da ich nicht zu den beiden umfassenden deutschen Laufenten-Seiten www.laufenten.de von Bruno Stubenrauch und www.laufis.de von Björn Clauss in Konkurrenz treten will - dort ist alles geschrieben, was der Anfänger und angehende Laufi-Halter wissen sollte - möchte ich hier nur meine eigenen Erfahrungen mit diesen Tieren niederschreiben.

 

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